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Erfahrungsbericht USA 2016


Von
Julian Petermann
9. Januar – 30. März 2016

Reise

Die Anreise und Einreise hat reibungslos funktioniert. Von Stuttgart ging es nach Frankfurt und von dort weiter nach Chicago. Vom Flughafen Chicago aus habe ich die letzten 100 km mit einem Mietwagen zurückgelegt. Das Autofahren in den USA war anfangs etwas ungewohnt. Alle Straßen sind deutlich größer und haben mehr Spuren. Außerdem darf man grundsätzlich immer bei ‚rot‘ rechts abbiegen und beim links abbiegen hat man fast immer Gegenverkehr. Insgesamt fährt es sich in den USA aber entspannter und einfacher als hier in Deutschland (abgesehen vom viel schlechteren Zustand der Straßen mit gigantischen Schlaglöchern).

Unterkunft

Die erste Woche war ich in einem Hotel nahe der Firma untergebracht. Zum Glück hatte ich zu jedem Zeitpunkt während meines Aufenthalts immer ein Auto, denn ohne kommt man dort nicht weit. Es gibt weniger Fußwege, und öffentliche Verkehrsmittel, wie Busse gibt es praktisch auch nicht. Nachdem ich den Mietwagen zurückgegeben hatte, bekam ich von Putzmeister für die gesamte Zeit einen Firmenwagen gestellt. Mit dem Dodge Magnum war ich überaus zufrieden, ein sehr cooles Auto mit kräftigem V8. Der hohe Verbrauch war kein Problem, weil Benzin umgerechnet nicht mal 40 Cent pro Liter gekostet hat.

 

Gewohnt habe ich in einem von zwei Häusern, die an das Werksgelände angrenzen und der Firma gehören. Beide Häuser sind etwa 40 Jahre alt. Die Inneneinrichtung und die Möbel waren aber voll in Ordnung. Außerdem war es genial einen Arbeitsweg von nicht einmal 2 Minuten zu Fuß zu haben.
Mit der IT Abteilung habe ich mich von Anfang an sehr gut verstanden, und so kam es auch dazu, dass das Internet upgegradet wurde, direkt nachdem ich in das Haus eingezogen bin.

Land

Die Gegend ist im Winter leider nicht besonders schön. Es ist im Schnitt kälter als hier, und teilweise wurde es mit minus 20 Grad auch richtig kalt und unangenehm. Aber dafür schien trotz der Kälte oft die Sonne. Alle Leute mit denen ich gesprochen habe, haben immer gesagt, dass ich zur falschen Zeit dort gewesen sei. Im Sommer ist es dort mit den vielen Seen wohl sehr schön, aber im Winter lässt sich draußen nicht viel machen.

 

Freizeit


Kollege mit seiner Familie und ich in der Mitte
 
Meine Freizeit nach der Arbeit habe ich sehr oft genutzt, um Sport zu machen. Keine 5 Minuten von Putzmeister und dem Haus in dem ich gewohnt habe entfernt, gibt es ein Fitnessstudio. Dort bin ich viel geschwommen.
Außerdem kann man in seiner Freizeit dort gut shoppen gehen. Die Einkaufszentren sind um ein vielfaches größer als hierzulande, und Klamotten und Schuhe deutlich billiger. Ich persönlich bin jedoch kein Shopping Fan, und habe meinen Koffer vor dem Rückflug nicht mit Klamotten, sondern mit Werkzeug gefüllt. Dieses kam sogar noch in den USA zum Einsatz, weil ich jeden Donnerstag bei einem Kollegen war und ihm beim Aufbau eines Rennwagens geholfen habe. Es gibt dort viele Motorsport Begeisterte, so auch der besagte Kollege. Das verrückteste war aber, dass der Opa des Kollegen mit fast 80 Jahren auch noch Rennen fährt. Die genaue Leistung seines Fahrzeugs wusste er auf meine Nachfrage nicht, er sei sich aber sicher dass es über 600 PS sind.
 

Manch einer geht in Sachen Bodenfreiheit auf Nummer sicher…
 
Wenn ich nicht gerade am Schrauben oder am Sport machen war, habe ich mir natürlich auch noch ein paar der umliegenden Städte angesehen. Besonders herausragend war natürlich Chicago. Dort war ich gemeinsam mit drei weiteren Deutschen und einem Brasilianer, die für ein Projekt zwei Wochen bei Putzmeister USA waren. Besonders gut gefallen hat mir in Chicago die Aussicht vom Sears Tower, dem zweithöchsten Wolkenkratzer der Vereinigten Staaten.
 

Blick vom Lake Michigan auf Chicago
 

Essen


Als Maschinenbauer habe ich mir außerdem natürlich nicht die Autoshow und das Harley-Davidson Museum in Milwaukee entgehen lassen.
 
Was es dort gab, hat bei mir auf jeden Fall keine Chance gegen das gute schwäbische Essen. Entlang den Straßen gibt es unglaublich viele Fastfood Restaurants. Ich war jedenfalls froh, dass ich meine eigene Küche hatte und selbst kochen konnte. Bizarr am Essen dort war vor allem, dass es in den ganzen Restaurants und Food Läden immer unglaublich fettiges Essen gab, und es dann als krassen Gegensatz dazu im Supermarkt kaum möglich ist, einen Joghurt oder eine Milch mit mehr als 1 % Fett zu finden.
 

Projekt


Bei meinem dreimonatigen Projekt ging es um Kostenreduzierung. Im Zuge der generellen Bestrebungen effektiv zu produzieren und Kosten zu senken, befasst sich mein Projekt mit der Produktgruppe Telebelt. Putzmeister stellt diese Maschinen nur an diesem einen Standort in den USA her, und ein Großteil der Produktion ist für den inländischen Markt.
Ich habe eng mit der Produktion zusammengearbeitet, und sehr viel von den Maschinen gesehen, von der Anlieferung der großen Hauptteile bis zur Fertigstellung der Maschine. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit war die Recherche, an welcher Stelle im Produktionsprozess Potenzial für Einsparungen besteht. Darüber hinaus habe ich aber auch konstruktive Verbesserungen selbst umsetzen können. Durch Überarbeiten von Teilen im CAD oder durch Optimieren von Stücklisten.
Die Organisation von meinem Projekt war nicht immer einfach und klar, aber ich habe durch das Projekt und den Auslandsaufenthalt viel gelernt und möchte diese Erfahrungen definitiv nicht missen.

gez. Julian Petermann
DH-Student, Maschinenbau 4. Semester

 
 

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